Prozessdetails

Berichte, News und Anmerkungen zu Murray

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Beitragvon Remember MJ » 4. Okt 2011, 23:26

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Re: Prozessdetails

Beitragvon Remember MJ » 10. Okt 2011, 21:51

Hier gibt es einen interessante Zusammenfassung der Fakten von letzter Woche.
Leider in englisch:

http://www.mj-777.com/?p=8493

Quelle. mj-777.com
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Re: Prozessdetails

Beitragvon Blanket » 24. Nov 2011, 18:54

Hallo Zusammen... :10hallo2:

...ich werde mal alle wichtigsten Fakten hier reinstellen...(den lieben Hausmeister habe ich mal um Erlaubnis gefragt)
Ich hatte die letzte Zeit einfach nicht die Kraft das auch noch zu verfolgen und mir anzutun...Vielleicht schaffe ich es mal...und fange mal damit an....

Vielleicht geht es ja noch Jemanden so....

GLG
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Prozess: 1. Tag - Eröffnungsreden

Gestern noch lehnte Richter Michael Pastor ab, ein Video von der Londoner Pressekonferenz im März 2009 zu zeigen. Heute, Dienstag, begann der Prozess mit den Eröffnungsreden. Zum Prozessauftakt erschienen auch Michaels Eltern und Geschwister, inklusive Janet Jackson.

Staatsanwalt David Walgren zeigte ein Bild vom im Staples Center tanzenden Michael (Earth Song Performance, in This Is It zu sehen) vom 24. Juni 2009 an der Seite eines Bildes vom leblosen, in ein Krankenhaushemd gekleideten Körper Michaels, der auf einem Spitalbett liegt. Walgren wandte sich an die Jury “Was geschah zwischen dieser Zeit und annähernd 12 Stunden später, als Michael Jackson am 25. Juni 2009 tot ist?” Was sie lernen werden sei, dass das Handeln und die Unterlassungen von Dr. Conrad Murray direkt zu Michaels Tod im Alter von 50 Jahren führten.

Die Anklage unterstrich die fragwürdigen Entscheidungen Murrays mit einer schockierenden Ton-Aufzeichnung. Das Gespräch zwischen Michael Jackson und Conrad Murray wurde am 10. Mai 2009 auf Murrays I-Phone gespeichert. Michael ist darauf so von Medikamenten zugedröhnt, dass er kaum sprechen kann: "We have to be phenomenal... when people leave this show, when people leave my show, I want them to say I've never seen nothing like this in my life. Go. Go . I've never seen nothing like this. Go. It's amazing. He's the greatest entertainer in the world. I'm taking that money, a million children, children's hospital the biggest in the world. Michael Jackson's Children's Hospital.” Walgren kommentierte: “Das ist, was Conrad Murray am 10. Mau 2009 sieht und beobachtet, und was macht er mit dieser Kenntnis und Information? Am 12. Mai fordert er eine weitere Lieferung von Propofol und Midazolam.”

Die bereits bekannten, zeitlichen Abläufe (Telefonate, Notruf, etc), was in der Villa gefunden wurde, und Murrays Unterlassungen, weder den Sanitätern noch den Ärzten im Spital von Propofol zu erzählen, wurden der Jury offenbart. Erst in einer späteren Polizei-Befragung (von der Audiomitschnitte der Jury vorgespielt wurden), gestand Murray, Michael Jackson eine kleine Menge Propofol verabreicht zu haben. Die Anklage machte aber sogleich auf die in keinem Verhältnis stehende, riesige Menge Propofol, aufmerksam, die Murray zu der Zeit bereits angefordert hatte.

Ausschnitte vom ersten Prozesstag hier http://abcnews.go.com/Entertainment/mic ... d=14614384. (Wer die erwähnten Dokumente nicht sehen / hören möchte, Link nicht anklicken).

Die Staatsanwälte möchten keines von Michaels drei Kindern in den Zeugenstand rufen. Juristische Experten meinen aber, dies heisse nicht, dass die Kinder nicht möglicherweise auf Geheiss der Verteidigung aussagen.

Wir werden morgen Abend vom weiteren Prozess-Verlauf berichten. Der Live-Stream ist zu sehen auf TMZ.com.

Die Eröffnungsrede des Verteidiger Ed Chernoff bestätigte die bereits in den Medien diskutierte Verteidigungsstrategie. Jackson habe Murray erzählt, dass er jahrelang Propofol zum schlafen benutzt habe und dem Doktor die Handhabung des Medikaments erklärt. Chernoff sagt, Murray habe seinen Patienten vor dem Medikament zu warnen versucht. “Die Beweisführung wird nicht zeigen, dass Michael Jackson starb als Dr. Murray ihm Propofol zum schlafen verabreichte. Was die Beweisführung euch zeigen wird, ist, dass Michael Jackson starb als Dr. Murray aufhörte.”

Chernoff wies auf einen anderen Doktor, Arnold Klein, hin, der Michael süchtig nach Demerol gemacht habe. Klein habe ihm manchmal in einer einzigen Woche 1000 Milligramm injiziert, und die Entwöhnung des Körpers, habe die lähmende Schlaflosigkeit des Sängers verursacht.
Klein wird während dem Prozess nicht aussagen, aber die Verteidigung will Behandlungsunterlagen zeigen.

Quelle: jackson.ch, abcnews.go.com, latimes.com, tmz.com
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Re: Prozessdetails

Beitragvon Blanket » 24. Nov 2011, 18:56

Prozess: 1. Tag - Kenny Ortega und AEG im Zeugenstand

Nach den Eröffnungsreden wird nun die Anklage ihre Zeugen präsentieren. Kenny Ortega betrat als erstes den Zeugenstand. Hier seine wichtigsten Aussagen:

- Ortega traf Michael, als dieser mit ihm an der Bühnenshow für die Dangerous Tour arbeiten wollte. Ihr Verhältnis beschreibt er als “befreundet.”
- Michael sei angesichts der bevorstehenden This Is It Show sehr erregt gewesen und gab sich überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei. Michael habe die Shows für seine Kinder und Fans geben wollen. Und er wollte die Leute daran erinnern, alles mögliche zu tun, um sich um den Planet und um einander zu kümmern.
- während den Proben für This Is It sah er Michael 3 bis 4 mal pro Woche.
- Die Proben fanden fast immer am späten Nachmittag statt und dauerten bis zu 7 Stunden täglich.
- Ortega sagte, er habe Murray das erste Mal in Michaels Carolwood Haus im April oder Mai 2009 gesehen.

- Michael habe zwischen Mitte und Ende Juni während einigen Proben gefehlt. Ortega sagt, er habe am Freitag, 19. Juni festgestellt, dass etwas mit Michael nicht stimmte. Während sie sich die Proben ansahen, habe er Michael die Füsse massiert, da dieser so kalt hatte. Michael verliess an dem Abend die Proben früh. Ortega war so besorgt, dass er eine E-Mail an Randy Phillips von AEG sendete. Darin erwähnte er, Michael brauche psychologische Hilfe, und berichtete, dass die Kostüm-Designer bei einer Anprobe feststellten, dass Michael Gewicht verloren hatte. (hier http://img851.imageshack.us/img851/6029 ... gamail.png ein Bild der Mail)
- Während einem Meeting in Michaels Haus am 20. Juni, sei er von Murray konfrontiert worden. Murray sagte Ortega, dass er verärgert sei, dass Ortega Michael nicht proben liess und beschimpfte ihn, sich nicht wie ein Doktor zu benehmen.
- Ortega sagt, dass Michael 4 Tage nachdem er krank war, am 23. Juni voller Energie zu den Proben kam. “Es war ein anderer Michael.”

- Im Kreuzverhör mit Verteidiger Ed Chernoff, sagte Ortega, dass Murray zuletzt für Michaels Agenda verantwortlich war. Die Frage, ob er denke, Michael würde Medikamente missbrauchen, beantwortete Kenny Ortega mit “Ja.” Ortega erwähnte auch, dass Michael vor dem 19. Juni etwa eine Woche (bei den Proben) gefehlt hatte.

Als zweiter trat Paul Gongaware in den Zeugenstand. Co-CEO von Konzertveranstalter AEG Live. Er sagte unter anderem:

- Michael habe, nachdem die ersten 10 Shows fast augenblicklich ausverkauft waren, 21 weitere Shows verlangt. Michael sei besessen gewesen, Princes Rekord von 21 Konzerten in der O2 Arena zu brechen.
- Auch nachdem 50 Konzerte ausverkauft waren, hätten noch immer 250 000 Leute auf Tickets gewartet.

Quelle: jackson.ch, tmz.com




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Re: Prozessdetails

Beitragvon Blanket » 24. Nov 2011, 18:59

Prozess: 2. Tag - Zeugen der Anklage

Gestern wurde die Befragung von Paul Gongaware, co-CEO von AEG Live fortgesetzt. Danach folgte AEG Anwälting Kathy Jorrie und Michaels Hauptassistent Michael Amir Williams. Nach der Mittagspause wurde Security Chef Kaheem Muhammad befragt . Hier ihre wichtigsten Aussagen:

- Paul Gongaware von AEG Live äusserte sich zur Anstellung von Murray. Michael habe ihn gebeten, Dr. Murray anzustellen, doch dieser habe US Dollar 5 Millionen für ein Jahr verlangt. Da Michael auf Conrad Murray bestanden habe, rief Gongaware den Doktor erneut an und offerierte ihm 150 000 Monatsgehalt. Auch das auf Michael Jacksons Instruktionen.
- im Kreuzverhör gab er an, dass er ein möglicher Drogenmissbrauch von MJ in Betracht zog, aber einzig feststellte, dass Michael leicht undeutlich sprach während ihren Dialogen. Als Murrays Anwalt Ed Chernoff die Zivilklage u.a. von Katherine Jackson gegen AEG Live ansprechen wollte, wurde Einsprache erhoben, die der Richter zuliess. Gongaware behauptete während der Befragung wiederholte, dass er keine Ahnung gehabt habe, welche Art von Behandlung Murray leistete.

- Eine Anwältin von AEG Live, Kathy Jorrie, die den Vertrag zwischen Conrad Murray, AEG Live und Michael Jackson ausarbeitete, berichtete über dessen Einzelheiten. Der Vertrag sei nie von allen Parteien unterschrieben worden und AEG Live habe Murray nie bezahlt. Jorrie sagte aus, dass Murray nach einer CPR Maschine verlangte, für die Zeit, in der MJ in London auftritt. Auf ihre Nachfrage für den Grund habe Murray nur erwähnt, dass er wegen MJs Alter und den strengen Auftritten auf Nummer sicher gehen möchte. Jorrie habe noch am 24. Juni mit Murray telefoniert und der habe ihr gesagt, dass er Michael auftreten sah und er in “perfekter Gesundheit” sei.

Die Aussagen von Michael Amir Williams. Michaels persönlichem Assistent, der seit 2007 für ihn arbeitete.

- Michael sei am Abend des 24. Juni in guter Verfassung gewesen. Die Proben seien fantastisch gewesen. Am folgenden Tag erhielt er eine aufgeregte Nachricht von Murray um 12:13 pm, die lautete “ruf mich sofort zurück”. Als er zurückrief habe ihm Murray mitgeteilt, MJ “hatte eine schlechte Reaktion” und “sende unverzüglich jemanden hierher.” Williams, der noch zu Hause war, fuhr zu Michaels Villa, wo MJ gerade auf einer Bare rausgetragen wurde. Murray habe “ausser sich” gewirkt.
- Als er im Spital von Michaels Tod erfuhr, sei Murray zu ihm gekommen und habe ihn gebeten, ihn zurück zur Villa zu fahren, um “eine Creme, von der Michael nicht wollen würde, dass die Welt davon weiss”, verschwinden zu lassen. In Absprache mit Michaels Sicherheitschef Faheem Muhammad, entschieden sie, Murray nicht zurück ins Haus zu lassen.
- Williams sagt, es sei normal gewesen, Sauerstofftanks in Michaels Haus zu haben.
- Im Kreuzverhör sagte Williams, dass ihn Murray nie bat den Notruf zu wählen. Bezüglich den Besuchen in Dr. Kleins Klinik sagt er, dass er beobachtet habe, dass Michael manchmal langsamer sprach wenn er wieder raus kam.

Dann sagte Bodyguard-Chef, Faheem Muhammad aus:

- Prince und Paris hätten die Wiederbelebungsversuche von Murray miterlebt. Paris sei weinend am Boden gelegen und Prince sei geschockt und wimmernd dagestanden. Muhammad sagt, Michael schien tot zu sein und er habe die Kinder nach unten genommen.
- Er habe gehört, wie Murray fragte, ob jemand CPR könne. Bodyguard Alberto Alvarez sei daraufhin zu Hilfe geeilt.
- Als Michael für tot erklärt wurde, teilte ihm Michaels Assistent Michael Amir Williams Murrays Wunsch mit, zurück in die Villa zu fahren um diese “Creme” zu holen. Sie hätten beide entschieden, ihn nicht zurück ins Haus zu lassen.
- Muhammad bestätigte im Kreuzverhör, dass Michael Jackson Dr. Kleins Praxis mehrere Male pro Woche besuchten und oft “ein wenig wackelig” rauskam, aber nie erklärte wieso. Michael habe ihm nur gesagt. “Du musst denken, ich bin verrückt, so oft zu Dr. Klein zu gehen.”
- Muhammad bestätigte, dass er am 21. Juni die Krankenschwester Cherlyn Lee auf die Bitte von Amir Williams anrief. Michael habe komische Symptome gehabt. Gleichzeitig kalte und heisse Körperteile.


Quelle: jackson.ch, tmz.com, uk.eonline.com


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Re: Prozessdetails

Beitragvon Blanket » 24. Nov 2011, 19:01

Prozess: 3. Tag - Zeugen der Anklage

Am 3. Prozesstag wurden die Geschehnisse am 25. Juni in Michaels Haus und Schlafzimmer nochmals unter die Lupe genommen. Im Zeugenstand: MJs Bodyguard Alberto Alvarez und Michaels Köchin Kai Chase.

Alberto Alvarez sagte ausführlich über die zeitlichen Abläufe am 25. Juni aus. Als er ins Schlafzimmer gestürmt kam, sah er Murray einhändig Brust-Kompressionen machen. Gemäss Alvarez habe ihn Murray unverzüglich gebeten, mehrere Ampullen und einen Infusionsbeutel wegzupacken. Alvarez besteht darauf, zwei Beutel am Infusionsständer gesehen zu haben, doch Murray habe sich nur um denjenigen gekümmert, der eine Ampulle mit einer “milchigen, weissen Substanz” enthielt. Erst danach habe ihn Dr. Murray aufgefordert den Notruf 911 zu wählen - auf seine Lage-Beschreibung bekam er die telefonisch Anweisung, den Patient für die Wiederbelebungsmassnahmen auf den Boden zu legen. Alvarez sagt, die Sanitäter seien kurz darauf eingetroffen. Gestützt auf Telefon-Anrufe vergingen nur etwa 30 Sekunden, zwischen Alvarez Erscheinen im Schlafzimmer und dem Notruf, weshalb Ed Chernoff das verräumen des Beutels und der Ampullen in Frage stellte. Alvarez antwortete, er sei sich sicher und: “Ich bin sehr effizient, Sir.”

Alberto Alvarez sage im Kreuzverhör auch, ihm seien für Medien-Interviews nach dem tragischen 25. Juni Summen bis zu USD 200`000 angeboten worden . Einmal sogar 500`000. Er habe die Angebote trotz finanziellen Schwierigkeiten abgelehnt.

Michaels Köchin Kai Chase sagte aus, dass sie um den Mittag des 25. Junis 2009 in der Küche war und Mittagessen vorbereitete. Zwischen 12:05 und 12:10pm, sei Murray die Treppe, zu ihr runter gerannt und habe geschrieen “hol Prince, hol Hilfe, Hol die Security.” Chaise gab an, Prince nach oben geschickt zu haben (sie war selbst nie im oberen Stock) und kehrte an ihre Arbeit zurück, ohne die Bodyguards zu verständigen. Das war etwa 10 Minuten vor dem Notruf.
Sie habe kurz darauf Michaels Kinder und Hauspersonal weinen sehen. Sie hätten nicht gewusst, was los sei, aber sich die Hände gehalten und gebetet.


Quelle: jackson.ch, tmz.com, cnn.com

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Re: Prozessdetails

Beitragvon Blanket » 24. Nov 2011, 19:02

Prozess: 4. Tag - Zeugen der Anklage

Am 4. Prozesstag sagten unter anderem die Rettungssanitäter, die am 25. Juni in Michaels Villa fuhren, aus.

Zuerst sagte Bob Johnson aus, der Hersteller des Puls-Oximeters, den Dr. Murray nachdem Alberto Alvarez den Notruf gewählt hatte, an Michaels Finger heftete. Johnson bestätigt, dass dies der falsche Apparat sei, um MJ zu überwachen. Der Puls-Oximeter hat keinen Alarm und ist mehr für den Gebrauch für z.B. Hausärzte gedacht, die damit den ungefähren Puls bzw. Herzschlag eines Patienten einschätzen können.

Dann sagte ein früherer Patient von Murray aus. Robert Russel gibt an, dass Murray ihn zwischen März und April 2009 am Herz operiert hatte und dabei Gefässprothesen installierte. Er sei mit dem Resultat zufrieden gewesen. Doch dann habe Murray im Juni zwei Arzttermine abgesagt. Murray rief ihn zuletzt am 25. Juni an und hinterliess eine Sprachnachricht um 11:49am. Etwa eine halbe Stunde bevor Alberto Alvarez den Notruf wählte. Murray teilte seinem Patient mit, dass er das Land verlassen werde (wohl in Hinsicht auf die This Is It Konzerte).

Richard Senneff, einer der Rettungssanitäter, die am 25. Juni Michael ins Spital fuhren, sagte, dass eine gute Chance bestanden hätte, Michaels Herz wieder zum schlagen zu bringen, hätte Murray früher die 911 gewählt. Murray gab ihm an, den Notruf gewählt zu haben, gerade als es passierte. Als Senneff im Schlafzimmer eintraf, sagt er, lag Michael mit offenen Augen auf dem Boden, mit einer Chirurgen-Haube (für die Haare) auf dem Kopf. Die Haut habe sich bläulich verfärbt. Senneff sagt, er habe den schwitzenden, rasenden Arzt gefragt, was der Patient habe. “Nichts, er hat nichts”, soll Murray gesagt haben. Senneff sagt, dass Murray auch die Frage, ob Michael Jackson Medikamente verabreicht bekam, verneinte. Erst später habe Murray eingeräumt, Michael eine Dosis vom Beruhigungsmittel Lorazepam gegeben zu haben. Doch da Medizin-Flaschen auf dem Nachttisch lagen, habe Senneff weiter nachgehackt. Murray habe schliesslich gesagt, er würde Michael wegen Dehydration und Entkräftung behandeln. Murray habe Propofol nie erwähnt.

Der Ansicht von Richard Senneff nach, war Michael bereits tot, als sie eintrafen. “Als ich den Patient das erste Mal bewegte, war seine Haut beim berühren sehr kühl, seine Augen waren offen, sie waren trocken und seine Pupillen waren geweitet.”
Sie hätten Michael Jackson während 42 Minuten wiederzubeleben versucht. Doch Michael sei auch nach den Versuchen mit mehreren Herz startenden Medikamenten und anderen Bemühungen leblos geblieben. Er habe nie ein Lebenszeichen ausmachen können. An einem Punkt habe Murray den Sanitätern gesagt, einen Puls zu spüren. Doch ihr Herzmonitor zeigte keinen Rhythmus an. Murray bestand darauf, dass Michael ins Ronald Reagan UCLA Medical Center gefahren wird, damit die Wiederbelebungsmassnahmen fortgesetzt werden konnten. Sennef sagte auch, dass als er von der Ambulanz zurückkehrte um seine Ausrüstung mitzunehmen, er Murray sah “Gegenstände” vom Boden aufnehmen.

Auch ein anderer Sanitäter, Martin Blount, bestätigte die Schilderung seines Kollegen, dass Murrays Aussagen und so, wie sie das Schlafzimmer vorfanden, nicht zusammen passten. Blount sagte, er habe drei offene Lidocaine Flaschen auf dem Boden gesehen. Murray habe aber nie erwähnt, das Schmerzmedikament verabreicht zu haben. Blount sagte zu den Juroren, er sah Murray die Ampullen aufnehmen und in eine schwarze Tasche stecken. Auf die Infusionsbeutel angesprochen, habe Murray gesagt, diese seien mit einer harmlosen salzhaltigen Lösung gefüllt gewesen und wegen Michaels Dehydration von den langen Proben eingesetzt worden.

Als letzte Zeugin dieser Woche trat Richelle Cooper vor die Jury. Die Ärztin, die Michael im Spital für tot erklärte. Murray habe ihr nur angegeben, 4mg Lorazepam verabreicht zu haben. Und habe ihr gesagt, dass als Reaktion auf die zweite Dosis, Michael aufgehört habe zu atmen und sein Herz nicht mehr schlug. Murray habe nie andere Medikamente erwähnt Über Michael Jacksons Zustand, als er im Ronald Reagan UCLA Medical Center ankam, sagt Cooper: "Er war klinisch tot. Er hatte keinen Puls.”

Während einer Pause, als die Juroren abwesend waren, rügte Richter Michael Pastor Murrays Anwalt Ed Chernoff, da ein Partner von ihm am Freitag ein TV Interview gab. Nur Stunden, nachdem der Richter die Beteiligten aufgefordert hatte, keine Medien-Interviews zu geben. In dem Interview kritisierte der Anwalt Matt Alford den Zeugen Alberto Alvarez. Richter Pastor sagte, er habe das Interview “mit offenem Mund” gesehen. Alford muss nun wegen dieser Missachtung am 15. November zu einer Anhörung antreten.

Quelle: jackson.ch, tmz.com, washingtonpost.com, cnn.com


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Re: Prozessdetails

Beitragvon Blanket » 24. Nov 2011, 19:03

Prozess: 5. Tag - Zeugen der Anklage

Der heutige Prozesstag fuhr mit der Befragung von Dr. Richelle Cooper fort, verantwortliche Notfallärztin im UCLA Medical Center bei Einlieferung von Michael Jackson. „Ich denke an all die Gründe, weshalb ein 50-jähriger Mann plötzlich stirbt,“ so Cooper vor Gericht. Ein grosser Teil von Dr. Coopers heutiger Aussage befasste sich mit Propofol und dessen Gebrauch. Unter anderem sagte sie, dass sie Propofol selbst nie ausserhalb eines Spitals benutzt hatte und dass er in den vielen Unterredungen, die sie mit Dr. Murray hatte, Propofol nie erwähnt hatte. „[Dr. Murray] sagte, Mr. Jackson hatte sehr hart gearbeitet und dass er, so glaubte er, dehydriert war. Er erwähnte auch, dass er ihm 2 Milligramm Lorazepam [ein mildes Beruhigungsmittel] verabreicht hatte und am späteren Vormittag nochmals 2 Milligram Lorazepam und er dann den Herzstillstand beobachtete.“ Dr. Coopers sagte auch aus, dass es wahrscheinlich keinen Unterschied gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass Propofol verabreicht worden war, da Michael Jackson bereits seit einiger Zeit klinisch tot war, als er ihr Patient wurde. Sie sagte auch, dass sie Dr. Murray erlaubte, auf dem Weg zum Spital Michael Jackson zu betreuen, da er ihr gesagt hatte, dass er einen Puls gespürt hatte.

Als nächstes wurden Edward Nixon von AT&T und Jeff Strom von Sprint Nextel zu den Telefonanrufen von Dr. Murrays Mobiltelefonen um den Zeitpunkt von Michael Jacksons Tod befragt. Diese Aussagen dienten in erster Linie der technischen Erklärung der Telefonlogs beider Gesellschaften. Die Staatsanwaltschaft wollte damit auch aufzeigen, dass Dr. Murray Stunden vor Michael Jacksons Tod andere Sachen im Kopf hatte, einschliesslich seinen Vertrag als Michael Jacksons Leibarzt während der „This Is It Tour“ bewilligt zu bekommen. Die Telefonlogs werden ferner im Rahmen der bevorstehenden Befragung von Dr. Murrays ehemaliger Freundin und zwei weiteren weiblichen Bekannten von Dr. Murray relevant sein. Wie z.B. in der Anhörung bereits von Dr. Murrays Ex-Freundin ausgesagt wurde, war er mit ihr am Telefon, als er realisierte, dass mit Michael Jackson etwas nicht stimmte und er akute Probleme hatte.

Dr. Tshao Nguyen, Ärztin und Kardiologin am UCLA Medical Center, wurde als nächstes von der Staatsanwaltschaft befragt. Sie wurde gebeten, in den Notfallraum zu kommen, um bei der Betreuung von Michael Jackson zu assistieren. Dr. Cooper stellte sie umgehend Dr. Murray vor, woraufhin Dr. Nguyen ihn um eine gesamtheitliche Einschätzung bat über das, was abgelaufen war. Auch ihr sagte Dr. Murray, dass er Michael Jackson nur 4 Milligram Lorazepam verabreicht hatte und sonst keine weiteren Medikamente oder Beruhigungsmittel. Propopol hatte er auch ihr gegenüber nie erwähnt. Als sie ihn fragte, wann er dem Patienten das Lorazepam verabreicht hatte, konnte er sich nicht erinnern. Er sagte nur, dass als er zurück in den Raum kam, der Patient nicht mehr geatmet hatte. Als Dr. Nguyen Murray auch hier nach dem Zeitpunkt fragte, sagte er, er könnte sich auch nicht mehr erinnern. Ebenfalls habe er nicht sagen können, wie viel Zeit vergangen war zwischen dem Zeitpunkt von Michael Jacksons Atemstillstand und dem Notruf. Obwohl zu keinem Moment die Rettungsmannschaft und Notfallärzte einen Puls bei Michael Jackson hatten vorfinden können, bestand Dr. Murray darauf, dass er einen Puls gespürt hatte und dass sie nicht aufgeben sollten. Schliesslich handle es sich um Michael Jackson. Dr. Nguyen sagte dem Gericht: „Es war kein Fall von „too little, too late“ sondern ein Fall von „too late“. Mit anderen Worten, jede Hilfe kam zu spät.

Richter Pastor unterbrach hier für die Mittagspause. Um 22:30 Uhr Schweizer Zeit wird die Staatsanwaltschaft mit der Befragung von Dr. Nguyen fortfahren.

Quellen: jackson.ch, abclocal.go.com


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Re: Prozessdetails

Beitragvon Blanket » 24. Nov 2011, 19:04

Prozess: 5. Tag - Teil 2

Am Nachmittag der 5. Anhörung begann die Staatsanwaltschaft mit der Befragung der Gesprächspartner, mit denen Dr. Murray am 25. Juni telefoniert hatte. Die Staatsanwaltschaft will neben der Rekonstruktion der Zeitachse auch andeuten, dass Murray an jenem Morgen nachlässig und abgelenkt war.
Dr. Joanne Pashard, Doktor in Houston, bezeugte, dass sie Muray am Morgen angerufen hatte, um sich über einen seiner Patienten zu erkundigen. Sie sagt, Murray hatte keine Probleme, ihr detaillierte Informationen zu geben, und sie sei über die präzisen Angaben überrascht gewesen. Eine Mitarbeiterin von Murrays Praxis in Las Vegas gab an, um 8:49am mit Murray telefoniert zu haben. Dann sagte Bridgette Morgan aus, eine Frau, die Murray in einem Club in Vegas getroffen hatte. Sie sagte, Murray um 11:26am angerufen zu haben. Doch dieser habe nicht zurück gerufen. Als der Staatsanwaltschaft die Frau auf ihre persönliche Beziehung mit Murray ansprechen wollte, unterbrach der Richter. Er will die Jury keine Details zu Murrays Privatleben hören lassen. So wird wohl einiges nicht zur Sprache kommen, was Murrays Freundinnen währen der Voruntersuchung aussagten. Etwa, dass der Doktor mehrere Liebhaberinnen um die Zeit von Michaels Tod hatte. Auch nichts über seine 7 Kinder von sechs unterschiedlichen Frauen.

Quelle: jackson.ch, cnn.com, tmz.com


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Re: Prozessdetails

Beitragvon Blanket » 24. Nov 2011, 19:05

Prozess: 6. Tag - Zeugen der Anklage

Die Anklage fuhr damit fort, der Jury vor Augen zu führen, dass Murray am 25. Juni seinen berühmten Patienten, seine Arztpraxis und sein Privatleben jonglieren wollte. Alles gleichzeitig.
Murrays ehemalige Freundin Sade Anding sagte aus, dass ihr Telefon mit Murray am Tag von Michaels Tod abrupt unterbrochen wurde. Sie sagt, dass sie Stimmen, husten und murmeln an Murrays Ende hörte. Dass es klang, wie wenn sein Telefon in der Jackentasche sei und er ihr keine Aufmerksam mehr schenkte. Murray habe sie um 11:51 a.m angerufen und dann etwa fünf oder sechs Minuten mit ihr gesprochen.

Dann sagte Murrays Freundin Nicole Alvarez über eine Lieferung aus. Angeblich Propofol, das Conrad Murray zu ihrem Appartement in Santa Monica, Calif liefern liess. Die 29-Jährige bestätigte, die Gegenstände erhalten, diese aber nie geöffnet zu haben. Alvarez, die ein Kind mit Murray hat, sagte auch, dass der Doktor ihr bereits ein Jahr vor dem Juni 2009 gesagt habe, Michael Jacksons persönlicher Arzt zu sein. Sie beschrieb, wie sie Michael in Las Vegas getroffen hatte, wo Murray eine Praxis führt. „Ich war sprachlos. Ich konnte es nicht glauben, Michael Jackson zu treffen.“ Alvarez sagte, sei und Murray hätten Michael mehrere Male getroffen, auch nach der Geburt von ihrem jungen Sohn.

Alvarez sagte weiter, dass sie wusste, dass Murray als persönlicher Arzt für MJ arbeitete, während dieser für eine Serie von Comeback-Konzerten probte. Murray habe ihr Appartement ab April 2009 häufig in der Nacht verlassen und sei am nächsten Tag früh zurück gekehrt. Telefonaufzeichnungen, die am Montag vor Gericht gezeigt wurden, zeigten, dass Murray Nicole Alvarez an dem Nachmittag von Michaels Tod vier Mal angerufen hatte. Inklusive einem Anruf, während er mit der Ambulanz mit Michaels leblosen Körper ins Spital fuhr.

Weitere Zeugen heute: Michelle Bella, die angab, Murray in einem Club in Vegas getroffen und sein Nummer erhalten zu haben. Sie sagt, Murray habe ihr am Morgen vom 25. Juni geschrieben. Auch Stacey Ruggles, eine Angestellte von Murray, bestätigte, dass sie am Morgen vom 25. Juni acht Minuten mit Murray telefoniert hat.

Dann sagte Tim Lopez aus. Der Apotheker, der vor Prozess Beginn “vermisst” wurde. Lopez berichtete, Murray im Jahr 2008 zum ersten Mal getroffen zu haben, als dieser in seine Apotheke kam, um nach einer Haut-Aufhellungs Creme zu schauen. Für seine Afroamerikanischen Patienten, die unter Vitiligo leiden. (der Krankheit, die auch Michael hatte). Im April 2009 habe Murray das erste Mal 35 Fläschchen Propofol bestellt. Murray habe einen Teil behalten und den Rest an eine Adresse in Santa Monica senden lassen. (ev. an Nicole Alvarezs Apartment)). Zwischen April und Juni 2009 bestellte Murray weitere Mengen an Propofol und andere Medikamente. Lopez sagte, total habe er Dr. Murray 225 Fläschchen Propofol, 20 Fläschchen Lorazepam und 60 Fläschchen Midazolam gesendet.

Quelle: jackson.ch, cbsnews.com, tmz.com


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