Michael Jackson in Duisburg


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Michael Jackson in Duisburg

Beitragvon Mjj forever » 27. Dez 2015, 17:47

Ja, Michael war in Duisburg.
Hier war helle Aufregung und ich wusste nichts davon. :jc_boo:



Kurz, aber nachhaltig: Jackson in Hamborn


sburg. Die Nachricht vom Tode Michael Jacksons verbanden Freitag etliche Duisburger mit sehr persönlichen Erinnerungen. Denn 1995 war der damals noch junge und gleichzeitig schon Show-erfahrene Weltstar musikalischer Gast in der ZDF Sendung "Wetten, dass...?". Übertragen wurde sie am 4. November aus der Hamborner Rhein-Ruhr-Halle. Nie zuvor war ein Weltstar dieser Ordnung in der Stadt gewesen. Und selbst für die im Umgang mit Stars so erfahrenen Fernsehleute war der Auftritt von Jackson etwas ganz Besonderes. Von Hildegard Chudobba

Nachdem Moderator Thomas Gottschalk am Ende seiner Oktober-Sendung auf die Show im November hingewiesen und angekündigt hatte, dass der "King of Pop" kommen werde, drehten seine deutschen Fans quasi am Rad. Denn Eintrittskarten für die RheinRuhr-Halle zu bekommen, war fast unmöglich. Doch sehen wollten sie ihn alle. Das Interesse war so enorm, dass schließlich auf dem Parkplatz hinter der Halle Leinwände aufgestellt wurden, auf denen die Anhänger ihren Michael Jackson zumindest fast direkt zu sehen bekamen. 1200 Besucher in der Halle und 2000 auf dem Parkplatz, die bei bitterer Kälte seit Nachmittags tapfer ausharrten, brachen in Jubel aus, als Jackson seinen Megahit "Earth song" präsentierte. Eine Chance, später dem Star näher zu kommen und sich zum Beispiel ein Autogramm zu sichern, hatten weder die Besucher in noch die vor der Halle.

Dass sich ihm kein Unbefugter näherte, dafür sorgte damals übrigens unter anderem ein Duisburger. Heiner Nienhaus stellte mit seiner Firma "Rheinische Bewachungsgesellschaft" den Sicherheitsdienst und plauderte gegenüber der RP später, dass Michael Jackson ganz gelöst von der Bühne gekommen sei, fast so, als sei eine riesige Last von ihm abgefallen. Die Fotografen, die Jackson während seines Auftritts ablichten wollten, mussten sich pingelig daran halten, nur von ganz bestimmen Stellen in der Halle und nur mit vorgeschriebenen Brennweiten ihre Bilder zu machen. Nahaufnahmen vom Gesicht des Künstlers – ausgeschlossen! Die Anwesenheit des King of Pop in Duisburg dauerte übrigens nur wenig länger als sein Fernsehauftritt. Von der Bühne ging er noch einmal kurz in seine komplett mit schwarzen Tüchern ausgekleidete Garderobe und reiste dann ab in Richtung seines Hotels, dem Hyatt in Köln.

Duisburg
In Hamborn wurde Michael Jackson zum Riesen
27.06.2009 | 08:00 Uhr

Erinnerungen an den Auftritt des „King of Pop” 1995 bei „Wetten, dass?”.

Spektakulärer Auftritt von Michael Jackson am 4. November 1995 in der Rhein-Ruhr-Halle. Foto: Ulla Michels

Kalt war es. Bitterkalt. Jener 4. November 1995, als Michael Jackson Top-Star bei „Wetten, dass...?" in der Rhein-Ruhr-Halle war. Doch trotz der Temperaturen wurde hinter der Halle eine Open-Air-Bühne aufgebaut. Eben wegen Jacko. Duisburgs heutiger Stadtsprecher Frank Kopatscheck war damals noch Redakteur der NRZ und kümmerte sich um die Geschichte draußen. Dick verpackt. Drinnen war es nur etwas kühl zwischen Gerhard Schröder und seiner damaligen Frau Hiltrud, die sich zwei Jahre später scheiden ließen. Doch selbst Gäste wie der spätere Bundeskanzler, der Musical-König Andrew Lloyd Webber, die einstige Rockröhre Helen Schneider und die Könner vom Cirque du Soleil verblassten, als der schmächtige und blasse Afroamerikaner die Bühne betrat. „Dangerous” sang er, den Song des gleichnamigen Albums, das knapp vier Jahre zuvor veröffentlicht worden war. Nichts, was die Fans wirklich vom Hocker gerissen hat.

Doch dann stieg Jacko in den Hubwagen. Sein zweiter Titel eine Weltpremiere: Der Earth Song. Und im Bruchteil einer Sekunde hatte Michael Jackson die ausverkaufte Halle eingenommen, die Besucher in seinen Bann gezogen. Wie auf Knopfdruck. Nie zuvor und danach gab es in der Rhein-Ruhr-Halle jemand, der solch eine unglaubliche Bühnenpräsenz austrahlte. Über den Köpfen der Besucher zeigte der King of Pop, warum er der King of Pop war. Der Schmachtlappen riss sich das Hemd vom Körper, wurde dabei zum Riesen. Der Mensch, der ständig mit Schutzmasken durch die Gegend lief, damit er beim lebenswichtigem Atmen keine Schaden nehmen würde, turnte in schwindelerregender Höhe über dem Geländer der schwebenden Bühne, als stünde er auf festem Boden. Natürlich singend, natürlich mit einer Mimik, die jedem Besucher vergessen ließ, dass sie im bitterkalten Hamborn waren. Am Ende hatten alle ein Interview mit Thomas Gottschalk erwartet. Doch der Entertainer schien erstmalig sprachlos zu sein. So piepste Jackson sein unvermeidliches „I love you all” ins Mikro und verschwand. Als schmächtiger, blasser Junge. Das Kurzinterview bekam Gottschalk erst 1999 in Saarbrücken, bei Jackos zweitem und letztem „Wetten, dass...?”-Auftritt.

In Hamborn wurde Michael Jackson zum Riesen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisbur ... 1075186518

"Es ist ein Affenstall heute"
Von Ralph Kotsch
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Da war er nun. Dünn und bleich gab er in Europas größter Fernsehshow eine bizarre Vorstellung. Er hüpfte und hetzte über die Bühne, tanzte und zappelte, riß sich das Hemd vom Leib und schrie seine Botschaft von einer besseren Welt in die tobende Menge. Schließlich schwebte er gottgleich über den Köpfen seiner Anbeter, das Haar zerzaust und das weiße Antlitz in diffuses Licht getaucht. Die Wind- und Nebelmaschinen liefen auf Hochtouren. Michael Jackson war bei "Wetten, daß ?". "Es ist ein Affenstall heute", sagte Thomas Gottschalk eine Stunde zuvor bei der Begrüßung des Saalpublikums, und er hatte wieder mal die richtigen Worte gefunden. Die Inszenierung, die rund um die Duisburger Rhein-Ruhr-Halle ablief, stand der Show von Jackson in nichts nach. Perfektes Chaos Kurz nach 17 Uhr brach zunächst der Verkehr zusammen. Nicht wegen der paar Fans, die artig auf den Bürgersteigen standen, sondern wegen der konfusen Absperrung der Polizei. Michael Superstar wurde erwartet, woher, war ungewiß. Die Autos stauten sich kilometerweit. Nach einer halben Stunde, als das Chaos perfekt war, kam die Durchsage, daß Jackson bereits in der Halle sei. Auf irgendeiner anderen Straße angekommen als auf der freigeräumten. Die Duisburger durften weiterfahren. In der Halle hatte das ZDF zwar Hausrecht, Jacksons Plattenfirma Sony-Music aber das Sagen. Die Zahl der Sicherheitsleute dürfte die der Mitwirkenden überschritten haben. Die Ordnungshüter ließen vor 19.30 Uhr niemanden hinein. Keine Presseleute, keine Zuschauer. Jackson übte noch. Zu diesem Zwecke mußten auch alle ZDF-Mitarbeiter - bis auf Kameraleute und Regie - den Saal verlassen. Zu einer Probe am Freitag wurde zunächst auch Thomas Gottschalk der Zutritt verwehrt, er hatte seinen Bühnenpaß nicht dabei. Die Fotografen erhielten eine Extralektion. Sie durften keine Teleobjektive mit mehr als 200 mm Brennweite dabeihaben, um keine Nahaufnahmen von Jackson machen zu können. Sie mußten weit hinten im Saal sitzen und durften ihre Plätze beim Jackson-Auftritt nicht - wie sonst üblich - verlassen. Baumhohe Sicherheitsleute wachten darüber. Vor der Bühne hatte Sony Mitglieder von Jackson-Fanklubs plaziert und an sie "Michael-we-love-you"-Schilder ausgeteilt: "Ihr müßt sie dann schön hochhalten!" Der Regisseur verdonnerte die Fans noch einmal, auf keinen Fall zu nah an die Bühne zu kommen: "Unsere Sicherheitsleute werden gnadenlos zuschlagen." Draußen froren inzwischen die Fans ohne Karte bei Temperaturen um null Grad. Auf den Parkplätzen hinter der Halle waren Videowände errichtet worden, auf denen die Show übertragen wurde. Zehntausend Fans wurden angeblich erwartet, es kamen höchstens ein paar hundert. Die Bier- und Würstchenverkäufer hatten sich das Geschäft besser vorgestellt, die Polizisten den Ansturm größer. Geld hat keinen Wert Eintrittskarten wurden zu Schwarzmarktpreisen angeboten. Jürgen, 27jähriger Kaufmann aus Wuppertal, hatte zwei Tickets für 900 Mark erstanden. Ob das nicht zuviel sei? "Das kommt auf das Auge des Betrachters an", sagt er. "Wenn man Michael-Jackson-Fan ist, stellt Geld keinen Wert dar." Jürgen war bereits am Freitag während der Probe vor der Halle, er stand vor dem Kölner Hotel Hyatt, in dem Jackson wohnte, und er war bei seiner Ankunft auf dem Flughafen. Als Jackson vorbeifuhr, erzählte Jürgen, habe er versucht, auf den Wagen zu springen. "Ich bin sonst nicht der Typ, der auf Autos springt, aber in diesem Moment war ich völlig hysterisch." Die Wetterei geriet bei "Wetten, daß ?" durch Jackson zur völligen Nebensache. Alle warteten nur auf ihn, und als er dann kam, waren die Fans im Zustand der Glücksseligkeit. Doch so schnell wie Jackson auftauchte, so schnell verschwand er wieder. Was blieb, waren außergewöhnliche 18 Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen und die Hoffnung der Plattenfirma, daß sich das neue Jackson-Album nun endlich besser verkauft. Dafür fand dieser Zirkus schließlich statt. +++

Michael Jackson besuchte "Wetten, daß ?", und alle bekamen es zu spüren: Es ist ein Affenstall heute | Archiv - Berliner Zeitung - Lesen Sie mehr auf:
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Re: Michael Jackson in Duisburg

Beitragvon Manuka » 28. Dez 2015, 00:53

Ich war auch dort, leider nur vor der Leinwand draußen aber besser als nix! :jc_doubleup:
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Re: Michael Jackson in Duisburg

Beitragvon My Angel » 28. Dez 2015, 08:06

:jc_thankyou: Gitti!
:drück: :kuss2:
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