Mit Michael Jackson lässt sich Geld verdienen - auch illegal


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Mit Michael Jackson lässt sich Geld verdienen - auch illegal

Beitragvon Mjj forever » 27. Sep 2014, 19:38

Mit Michael Jackson lässt sich Geld verdienen - auch illegal


Ein Angeklagter verkauft Anteile an der Neverland-Ranch, die ihm gar nicht gehört

Laut Anklage hat der 47-Jährige der Reihe nach mehreren Geschädigten erzählt, dass er die Neverland-Ranch gekauft habe. Als Beweis nutzte er eine gefälschte Besitzurkunde. Auf diese ist wohl auch der Fernsehsender RTLhereingefallen, der nach einstimmigem Bekunden der Zeugen sendete, dass die Ranch einen neuen Besitzer habe – und zwar den Angeklagten. Als die anfangs durchaus skeptischen Geschädigten den Fernsehbericht sahen, schenkten sie dem Angeklagten Glauben, wie sie vor Gericht aussagten. Bereits vor der Zeugenaussage hatten jedoch die Staatsanwaltschaft und die Rechtsanwältin des Angeklagten einen Deal ausgehandelt: Bei einem Geständnis des 47-Jährigen sollte er im Gegenzug maximal zwei Jahre ins Gefängnis.

Der Angeklagte gab also zu, dass er die gewonnene Glaubwürdigkeit nutzte, um die Geschädigten zu betrügen. Ihnen gegenüber behauptete er, aus der Neverland-Ranch einen Freizeitpark machen zu wollen. Den drei geschädigten Zeugen vor Gericht hatte er Beteiligungen daran angeboten: für ein Hotel, einen Sicherheitsdienst und ein Ticketportal im Internet. Damit eine dafür benötigte Firma gegründet werden kann, sollten sie Anzahlungen leisten.

Die ersten beiden Geschädigten hatten „nur“ 3000 Euro im Voraus bezahlt. Dennoch sind beide nun pleite und ohne Job. Die Frau und der Mann wurden von dem 47-Jährigen an der Nase herumgeführt. Sie sind großteils auf eigene Kosten durch die ganze Welt geflogen, um – freilich ohne Erfolg – den Angeklagten zu treffen, der mittlerweile in Kolumbien lebt. Auch die Unterlagen, die sie abholen sollten, waren stets unauffindbar. „Das ging ein halbes Jahr so, dann hatten wir genug“, sagten sie. Am Ende hatten sie durch den Betrug ihre Ersparnisse verloren.

Auf den dritten Geschädigten sei der Angeklagte ebenfalls zugekommen, weil er „Geschäftspartner“ brauchte, wie der Zeuge sagte. Er leistete gemeinsam mit seinem Neffen 25000 Euro Anzahlungen für ein Ticketportal und noch einmal 10000 für ein geplantes Konzert mit Bruce Springsteen. Auch dafür hatte der Angeklagte einen gefälschten Vertrag mit dessen Management vorgezeigt. „Alles war programmiert und fertig. Und dann haben wir gewartet und nichts kam“, sagte der Zeuge.

Der Angeklagte hatte jedoch nie die Absicht, einen Freizeitpark zu gründen, geschweige denn, dass die Neverland-Ranch ihm gehört hätte. Deswegen wurde er wegen Betrugs in drei Fällen und außerdem noch wegen wiederholten Fahrens ohne Führerschein verurteilt.

Rechtsanwältin Alexandra Gutmeyr hatte jedoch bereits vor der Beweisaufnahme vor Gericht einen guten Deal für ihren Mandanten ausgehandelt: Der 47-Jährige muss ein Jahr und zehn Monate ins Gefängnis. Davon hat der Mann, der im Bundeszentralregister eine sehenswerte Akte füllt, bereits einige Zeit abgesessen; er sitzt seit Februar in Untersuchungshaft, weil er zu einem vorherigen Prozess nicht erschienen war.

Richter Nicolai Braun begründete das Urteil damit, dass der Angeklagte geständig gewesen sei und dass die „Geschädigten es ihm auch nicht gerade schwer gemacht haben“.
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