Joseph Fiennes spielt Michael Jackson


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Joseph Fiennes spielt Michael Jackson

Beitragvon Gabi-Maus » 27. Jan 2016, 20:49

Joseph Fiennes spielt Michael Jackson

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Es mag etwas komisch anmuten, doch tatsächlich steht bei Sky Arts ein Projekt in den Startlöchern, für das nun ein unerwarteter Darsteller für eine außergewöhnliche Rolle gecastet wurde: Joseph Fiennes, bekannt unter anderem aus "FlashForward" und "American Horror Story", wird als Michael Jackson in "Elizabeth, Michael & Marlon" zu sehen sein.

"Elizabeth, Michael & Marlon" ist ein Roadmovie, in dem drei große Stars - Elizabeth Taylor, der King of Pop sowie Marlon Brando - nach den schrecklichen Ereignissen am 11. September 2001 versuchen, nach Hause zu gelangen. Die Story beginnt damit, dass Jackson Taylor und Brando zu einem Konzert in New York einlädt, das Trio die Stadt aber nach dem Terroranschlag nicht mehr per Flugzeug verlassen kann und daher das Auto nimmt. Tatsächlich basiert diese Geschichte auf dem Report eines ehemaligen Angestellten von Jackson, der in einem Vanity-Fair-Artikel 2011 publiziert wurde. Laut diesem sei dies tatsächlich passiert und das Trio fuhr angeblich mit dem Auto bis nach Ohio.

"Elizabeth, Michael & Marlon" ist als Dramedy ausgelegt und wird Stockard Channing als Elizabeth Taylor und Brian Cox als Marlon Brando zeigen. Sky Arts will das Roadmovie als Teil einer "Reihe von Komödien über ungewöhnliche Geschichten aus Kunst und Kultur" produzieren.

Der TV-Film wird von Neil Forsyth geschrieben werden. Er soll noch dieses Jahr seine Premiere auf Sky Arts in Großbritannien feiern.

Quelle: myfanbase.de
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Re: Joseph Fiennes spielt Michael Jackson

Beitragvon Remember MJ » 27. Jan 2016, 22:08

Na da bin ich ja gespannt drauf :boys_0137:
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Re: Joseph Fiennes spielt Michael Jackson

Beitragvon Gabi-Maus » 27. Jan 2016, 23:46

:winki_22: Ja und ich erst ..... :jc_doubleup:
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Re: Joseph Fiennes spielt Michael Jackson

Beitragvon My Angel » 28. Jan 2016, 08:29

:jc_thankyou: Mausele!
Das bin ich auch!
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Re: Joseph Fiennes spielt Michael Jackson

Beitragvon Remember MJ » 28. Jan 2016, 21:33

Joseph Fiennes verteidigt seine Michael Jackson-Rolle

Einen regelrechten Shitstorm löst die Bekanntgabe aus, dass Joseph Fiennes für ein Roadmovie als Michael Jackson gecastet wurde. Nun meldet sich der Schauspieler zu Wort.

Erst gestern berichteten wir, dass Joseph Fiennes als Michael Jackson für die halbstündige Komödie Elizabeth, Michael and Marlon gecastet wurde. Die Reaktionen auf eine derart kontroverse Wahl ließen natürlich nicht lange auf sich warten und es hagelte Kritik, Spott, Frust. Joseph Fiennes ist sich bewusst, wie unkonventionell die Wahl ist, allerdings sieht er das deutlich weniger schlimm als viele Fans. In einem Interview mit The Wrap sagt er:

Ich meinte so "Wart mal 'ne Minute, ich glaube, jemand hat was falsch verstanden. Ich mein, wirklich?" Das Budget war zu gering für Prothetik oder so, es ist also buchstäblich nur Make-up. Und es sagt "Seht ihr, Publikum, es kommt mit einem Augenzwinkern daher." Niemand versucht sich an einer genauen Nachahmung, es geht nur um den Spaß dieses Roadtrips. Falls es passiert ist, ist es vielleicht so passiert. Das ist alles, eine unbeschwerte Herangehensweise.


Joseph Fiennes drückte im Weiteren seine Bewunderung für Michael Jackson aus und wie schön dieses Projekt um den angeblichen Roadtrip von Jackson, Elizabeth Taylor und Marlon Brando sei. Der Film sei "faszinierend lustig", eine bizarre Komödie, die jedoch auch ernste Töne anschlagen und in die "brillanten, zerbrechlichen Köpfe" der Protagonisten schauen werde.

Brian Cox verkörpert Marlon Brando, während Stockard Channing die Rolle von Elizabeth Taylor übernimmt. Regie führte Sex on the Beach-Regisseur Ben Palmer. Elizabeth, Michael and Marlon befindet sich bereits in der Nachproduktion, einen Veröffentlichungstermin gibt es hingegen noch nicht.
Quelle: moviepilot.de
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TJ Jackson And Family Offended Over Michael Jackson 9/11 Com

Beitragvon Gabi-Maus » 30. Jan 2016, 18:45

TJ Jackson And Family Offended Over Michael Jackson 9/11 Comedy Film

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Sky Arts is releasing a film entitled Elizabeth, Michael & Marlon, which has many in and out of the fan community upset over the content and the actor cast to play Michael in the film.

TJ Jackson, Michael’s nephew and the guardian of his three children, tells the TRUTH about what really happened in New York in 2001.

“It’s offensive to me and my family for my Uncle Michael to be portrayed in a comedy taking place around 9/11,” Jackson says in a statement released to Entertainment Tonight.

“Like everyone else, he was distraught, saddened and trying to process what had just happened. Following the events of 9/11, my uncle, Michael, stayed with a family friend in New Jersey for a week before flying back. The rest of our family, immediately took buses back to Los Angeles as planes were grounded. There was no road trip with Elizabeth Taylor and Marlon Brando. I have no comment on the casting of the project.”

Note: All Things Michael feels the exact same way and will not support this film in its mockery and lies about Michael Jackson.

Quelle: Sources: All Things Michael | TJ Jackson | Entertainment Tonight


Übersetzung: ghosts-of-neverland-forum.com

Sky Arts veröffentlichen einen Film genannt Elizabeth, Michael & Marlon, der für viele in und aus der Anhängergemeinschaft Ärger über den Inhalt und die Schauspielerwahl verursacht hat, um Michael im Film zu spielen.
TJ Jackson, der Neffe von Michael und der Vormund seiner drei Kinder, sagt darüber die Wahrheit, was wirklich in New York 2001 geschehen ist.
“Es ist zu mir und meiner Familie für meinen Onkel Michael beleidigend, um in einer Komödie porträtiert zu werden, die um 9/11 stattfindet”, sagt Jackson zu einer Behauptung, die zur Unterhaltung veröffentlicht ist.
“Wie jeder sonst war er verzweifelt, betrübt und versuchend zu verarbeiten, was gerade geschehen war. Im Anschluss an die Ereignisse von 9/11 ist mein Onkel Michael, bei einem Familienfreund in New Jersey für eine Woche geblieben bevor er nach Los Angeles zurück kam. Den Rest unserer Familie, haben sofort Busse zurück nach Los Angeles gebracht, weil Flüge gestrichen wurden. Es gab keine Straßenreise mit Elizabeth Taylor und Marlon Brando. Ich habe keinen Kommentar zum Grossteil des Projektes. ”
Alle diese Dinge würde Michael genau so fühlen und würde diesen Film in seiner Spöttelei nicht unterstützen, denn er lügt über Michael Jackson.
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Re: TJ Jackson And Family Offended Over Michael Jackson 9/11 Com

Beitragvon Gabi-Maus » 30. Jan 2016, 18:57

:winki_22: Tjaaa .....wiedermal, wie soll's auch anders sein. :boys_0222:
Könnte eh keinerlei Ähnlichkeit finden zwischen dem Hauptdarsteller und unserem Michael. :alex_03_neutral:
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Re: TJ Jackson And Family Offended Over Michael Jackson 9/11 Com

Beitragvon Blackpearl » 31. Jan 2016, 17:19

Paris hat sich über Instagramm auch geäußert, ich brauche sowas auch nicht :dr:
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Re: Joseph Fiennes spielt Michael Jackson

Beitragvon Gabi-Maus » 1. Feb 2016, 21:47

„Michael, Marlon & Elizabeth“ oder der Road Trip, der niemals stattgefunden hat

Man stelle sich vor: Michael Jackson, Elizabeth Taylor und Marlon Brando teilen sich ein Auto, um am 11. September 2001 (9/11) aus New York zu fliehen. Verrückt? Nicht laut dem britischen Sender Sky Arts, der gerade einen Kurzfilm zu diesem Thema dreht. Jetzt stelle man sich folgendes vor: Michael Jackson hilft am 9/11 in Not geratenen Fans in New York City mit Unterkünften und Essen, bis sie sicher nach Hause abreisen können. Noch verrückter? Nicht laut denen, die Hilfe von Jackson erhalten haben. Das Folgende muss man über den King of Pop, 9/11 und den Road Trip, der niemals stattgefunden hat, wissen.

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Drei Ikonen in einem Leihauto

Als die Twin Towers eingestürzt sind, quetschen sich Michael, Liz und Marlon in ein Leihauto, um 500 Meilen nach Ohio zu fahren, da alle Flüge nach und aus New York einem Flugverbot unterliegen. Unterwegs rafft das Trio allerlei Junkfood zusammen und unternimmt eine läuternde Reise. Voilà: das ist die Handlung des Road Movies Michael, Marlon & Elizabeth, das von Sky Art als Teil einer Comedy-Serie über unglaubliche Storys der Kunst- und Kulturgeschichte produziert wird.

Klingt wahnsinnig komisch? Das ist genau das, was den Produzenten laut Joseph Fiennes, dem Schauspieler, der Jackson darstellt, vorschwebt. „Es ist eine Herausforderung. Es ist eine Komödie. Keine mit gemeinem Humor, aber es ist eine Story, vielleicht eine moderne Legende, in der Michael, Marlon Brando und Liz Taylor am Tag vor 9/11 wegen eines Konzerts zusammen waren. Der Luftraum war gesperrt, sie konnten nicht raus und Michael hatte die glänzende Idee, ein Auto zu mieten und zu fahren“, sagte er kürzlich gegenüber WENN.

Comedy kann natürlich lustig sein und jeder mit hoher öffentlicher Bekanntheit wird früher oder später zur Zielscheibe des Spotts. In den meisten Fällen ist es harmlos und man sollte nicht beleidigt sein. Aber in Jacksons Fall besteht der Unterton der Sticheleien und Witze zu oft aus Spott und Verachtung und lässt zu wenig oder garkeinen Raum für Wahrheit und Reflexion – Elemente, die den Unterschied zwischen Comedy und Verleumdung ausmachen.

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Elizabeth Taylor, Michael Jackson und Marlon Brando

Gänzlich weiße Besetzung

Neben Spike Lee haben nur sehr wenige Filmemacher und Dokumentarfilmer seriöse Arbeit über Jacksons Musik und visuelle Kunst produziert. Sky Arts, ein Sender, der behauptet, sich auf Kunst und kulturelle Geschichte zu konzentrieren, hat beides nicht getan. Stattdessen haben sie eine Inszenierung mit gänzlich weißer Besetzung kreiert, die schlicht und einfach Jacksons herausragende Leistungen in der Geschichte der schwarzen Musik ignoriert.

Joseph Fiennes, ein weißer britischer Schauspieler, der durch seine Hauptrolle in Shakespeare in Love bekannt wurde, stellt die afroamerikanische Musikikone dar. Das scheint hinsichtlich der aktuellen Debatte bezüglich der „weißen Oscars“ (#OscarsSoWhite) eine heikle Wahl zu sein. Sky Arts „macht die Integrität der kreativen Vision zum Herzstück all seiner ursprünglichen Aufgaben.” In der offiziellen Stellungnahme des Senders heißt es „wir glauben daran, den Produzenten die kreative Freiheit zu geben, Rollen im von uns festgelegten Rahmen der Vielfältigkeit zu besetzen, wie sie das möchten.“

Neben Fiennes spielt die amerikanische Schauspielerin Stockard Channing – die Betty Rizzo in Grease spielte – Liz Taylor und der schottische Schauspieler Brian Cox – bekannt für seine Rolle in Rob Roy und Braveheart – Marlon Brando. Gemeinsam wurden die drei gefragt, ob sie eine halbe Stunde Comedy füllen – geschrieben von Neil Forsyth und produziert von Ralf Little.

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Michael Jackson (links) und Joseph Fiennes (rechts)

Jackson in New York City

Starbesetzung hin oder her: was ist die Pointe dieser Geschichte? Wer macht sich Gedanken darum, was Jackson an 9/11 gemacht hat, mit wem er zusammen war oder wie er nach Hause gekommen ist? Da das Thema auf dem Prüfstand steht, macht es Sinn, herauszufinden, was passierte, als Jackson in New York war. Warum war er eigentlich dort? Was hat das mit Elizabeth Taylor und Marlon Brando zu tun? Und gab es wirklich einen Road Trip?

Jackson war in New York City, um am 7. und 10. September 2001 im Madison Square Garden aufzutreten. Das Konzert wurde von CBS Television als zweistündiges Special ausgestrahlt, um Jacksons dreißigjähriges Jubiläum als Solokünstler zu feiern. Neben Jackson waren seine Brüder, eine Menge Künstler und zwei seiner engsten Freunde auf der Bühne: Elizabeth Taylor und Marlon Brando.

Am Abend des 10. September kehrte Jackson ins Palace Hotel zurück, das 30 Minuten vom World Trade Center entfernt ist. Frank Cascio, der zu jenem Zeitpunkt für Jackson gearbeitet hatte, erinnerte sich an die Entscheidung, New York kurz nach den Anschlägen zu verlassen: „Wir packten unsere Sachen und trafen Michael, Paris, Prince, Grace [Jacksons Kinder und die Nanny] und meine Brüder Eddie, Dominic und Aldo beim Auto. Ich schlug vor, das Haus meiner Eltern anzusteuern“, schrieb Cascio in seinem Buch My Friend Michael. Da Cascios Eltern in der Nähe in Franklin Lakes, New Jersey lebten, dauerte die Fahrt weniger als eine Stunde, weil Jackson erlaubt wurde, die George Washington Bridge zu überqueren, die für alle anderen Fahrzeuge gesperrt war.

Nachdem er einige Tage bei den Cascios verbracht hatte, wollte Jackson schließlich nach Hause zurück. An diesem Punkt beginnen sich die Geschichten über Jacksons Abreise zu unterscheiden. Zwei Jackson-Biografen, Randall Sullivan und Steve Knopper, geben Jacksons umstrittenen Mitarbeiter Marc Schaffel als ihre Hauptquelle zu diesem Thema an.

Schaffel erzählt eine bizarre Geschichte, in der Jackson mit einem Privatjet, der seiner Plattenfirma Sony gehört, nach Hause fliegen möchte. Er steht vor einem Dilemma, da Schauspieler Mark Wahlberg, der sich ebenfalls in dem Gebiet befindet, die selbe Maschine nehmen möchte – eine Story, die Wahlberg bestritt. Obwohl Sony zu Gunsten Jacksons entscheidet, beschließt er schließlich, den Flieger doch nicht zu nehmen. Laut Knopper nimmt Jackson dann einen Tourbus, um nach Kalifornien zurückzufahren, während Sullivan behauptet, dass Jacksons Entourage mit dem Sony-Jet fliegt, und Jackson ein anderes Privatflugzeug organisiert, um seine Kinder, seine Nanny und sich selbst zurück nach LA zu fliegen.

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Twin Towers am 9/11

Was ist mit dem Road Trip?

Was bedeutet das für den Road Trip mit Taylor und Brando? Die Quelle für diese Geschichte ist ein Vanity Fair Interview mit einem Assistenten von Liz Taylor. Indem sie eine Story kreieren, in der sich Jackson, Taylor und Brando aus dem Staub machen, ist die Grundlage für eine surreale Story über Jacksons Leben geschaffen. Obwohl das Märchen noch im selben Vanity Fair Artikel von einem anderen Mitarbeiter Taylors entlarvt wurde, griffen andere Medien die sonderbare Story auf, um eine noch umfangreiche Geschichte daraus zu spinnen. 2015 veröffentlichte zum Beispiel ein Autor der New York Post, Zadie Smith, Escape from New York (Flucht aus New York), ein fiktionales Werk, das auf der inzwischen zur modernen Legende gewordenen Geschichte über Jacksons Road Trip basiert.

Aber das beantwortet immer noch nicht die Frage, was Jackson am 9/11 gemacht hat. Jacksons Neffe TJ Jackson, der im Namen der Familie sprach, erklärte gegenüber Entertainment Tonight: „Meine Familie und ich finden es widerwärtig, dass mein Onkel Michael in einer Comedy dargestellt wird, die um 9/11 stattfindet. Wie jeder andere war er bestürzt, betrübt und versuchte zu verarbeitet, was gerade passiert war. Nach 9/11 blieb mein Onkel Michael eine Woche bei einem Freund der Familie in New Jersey bevor er zurückgeflogen ist. Der Rest unserer Familie benutzte unmittelbar Busse nach Los Angeles, da keine Flugzeuge geflogen sind. Es gab keinen Road Trip mit Elizabeth Taylor und Marlon Brando.“

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New York Post Fiktion „Escape from New York”, 2015

Ein anderes Licht

Und das ist nicht alles. Es gibt weitere Geschichten, die ein anderes Licht auf Jackson und 9/11 werfen. Offensichtlich verließ Jackson nicht einfach die Stadt, stattdessen schickte er seine Bodyguards mit seiner Kreditkarte zurück, um dafür zu sorgen, dass seine Fans zu Essen hatten, schlafen konnten und nach Hause kamen. Ein Fan postete den folgenden Bericht auf ihrem Blog:

„Michael verließ an diesem Morgen das Palace Hotel, wo er untergebracht war, aber er schickte sein Sicherheitspersonal jeden Abend in die Stadt zurück, um nach uns zu sehen und dafür zu sorgen, dass wir alle genug Geld und eine sichere Bleibe hatten . Etwa eine Woche nach den Anschlägen fuhr der Sicherheitsdienst Michaels Tourbus in die Stadt, um die verbliebenen Fans einzusammeln; wir aus Europa waren etwa noch ein Dutzend.“

„Auf Michaels Anweisungen – und seine Rechnung – brachten sie uns zu McDonalds und ins Kino und dann fuhren sie uns zu dem Hotel in New Jersey, wo er sich aufhielt. Wir bekamen Michael an diesem Abend nicht zu sehen, aber er rief regelmäßig an, um zu sehen, wie es uns ging und er lud uns ein, die Nacht in dem Bus zu verbringen, der viele Kajütenbetten hatte – jedes mit seinem eigenen DVD Bildschirm. In einer sehr beängstigenden Zeit und an einem sehr erschreckenden Ort sorgte Michael dafür, dass wir uns sicher und beschützt fühlten.“

Ein anderer Fan teilte eine ähnliche Geschichte: „Gerade bevor wir am Abend aufbrechen wollen, sehen wir Michaels Bodyguards über die Straße auf uns zu kommen. Sie erzählen uns, dass Michael ihnen gesagt hat, sie sollen nachsehen, ob wir alle OK sind. Sie erzählen uns, dass er und die Kinder in Sicherheit sind, dass sie in New Jersey sind und dass Michael sich um uns sorgt. Wir sagen ihnen, dass die meisten von uns ein Hotelzimmer haben und dass wir uns um die kümmern, die keines haben.“

„Als wir zum Palace Hotel kommen, sehen wir, dass die meisten Fans hier sind. Wir erfahren, dass manche Fans ohne Hotelzimmer übrig geblieben sind, nachdem letzte Nacht alle abgereist waren. Sie erzählen uns, dass Michaels Bodyguards zurückgekommen sind und als sie hörten, dass sie nirgends hin konnten, riefen sie Michael an. Unglaublich: Michael wies die Bodyguards an, die Fans ins Hotel zu bringen und sie in seiner Suite bleiben zu lassen. (…) Am Nachmittag kamen Michaels Bodyguards zurück, um nach uns zu sehen. Sie bringen uns Essen aus dem Hotel und versuchen uns dabei zu helfen, Informationen von der Fluggesellschaften zu bekommen. Sie sagen uns, Michael habe sie angewiesen zu bleiben und sicher zu stellen, dass wir OK sind, bis die Flughäfen geöffnet sind und wir nach Hause können.“

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Jackson bedankt sich bei seinen Fans während des Specials zu seinem 30-jährigen Jubiläum

Gestrandet aber nicht vergessen

Das Bild, das aus diesen Geschichten aus erster Hand entsteht, ist völlig anders als das eines ausgeflippten Jackson, der sich mit zwei seiner besten Freunde auf einen Road Trip begibt. Ja, Jackson verließ New York, um seine Kinder und sich selbst in Sicherheit zu bringen. Doch statt mit Taylor und Brando auf der Rückbank herumzufahren, half Jackson seinen gestrandeten Fans in der Folgezeit nach 9/11. Darüber hinaus organisierte er einen Monat später das „United We Stand“ Benefizkonzert, das 3 Millionen Dollar für verschiedene Hilfsorganisationen einspielte, die Opfer und Familien der Anschläge von 9/11 unterstützen.

Wäre das nicht eine wundervolle Geschichte, die erzählt werden könnte – anstelle eines Road Movies, der auf einer lächerlichen Geschichte basiert, die nie passiert ist?

Das Ruder in der Hand

Alles beginnt mit jenen, die das Ruder in der Hand haben. Vielleicht könnte Sky Arts beginnen, die Quellen, auf denen ihre „Integrität der kreativen Vision“ basiert, näher zu betrachten. Bei Integrität geht es nicht um eine hirnlose Geschichte in Vanity Fair. Bei Integrität geht es nicht darum, Musik- und Filmikonen im Zusammenhang mit 9/11 zu verspotten. Bei Integrität geht es auch nicht um ein Filmkonzept, das weit davon entfernt ist, originell zu sein. Die Idee wurde bereits 2007 in der erfolglosen Comedy Mister Lonely erkundet, in der ein Jackson Double auf einen Marilyn Monroe Impersonator und ihre Großfamilie mit skurrilen Charakteren trifft.

Also was verspricht Michael, Marlon & Elizabeth? Einen guten Lacher? Einschaltquoten? Reichlich Pfunde? Oder vielleicht alles zusammen? Was für eine Schande. Sky Arts hätte es so viel besser machen können. Es bedarf einzig der Courage, Jacksons Geschichte als das zu akzeptieren, was es ist: eine 9/11-Geschichte über Freundlichkeit inmitten einer Katastrophe. Es mag nur eine unter vielen solcher Geschichten sein, aber es ist keine, die einfach abgetan oder in eine groteske Fiktion verwandelt werden darf. Die „Freak Geschichte“ von Jacksons Leben hat schon lange das Verfallsdatum überschritten. Zieht weiter, Leute. Zieht weiter. Es gibt bessere Geschichten zu erzählen.

Quelle: all4michael.com
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