Quincy Jones über MJ


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Quincy Jones über MJ

Beitragvon Blanket » 4. Okt 2010, 12:27

Quincy Jones zu MJs neuem Album & zu „Thriller“

In einem Interview mit dem Rolling Stone Magazin äusserte sich Quincy Jones unter anderem zum geplanten Michael Jackson Album. Als er gefragt wurde, ob er Näheres wisse zu all den Gerüchten betreffend die unveröffentlichten Songs von Michael Jackson, die Ende Jahr herauskommen sollen, sagte er: „Nein. Ich habe keine Ahnung, was sie rausbringen wollen. Ich weiss einzig, dass T-Pain „P.Y.T“ dafür aufnehmen wird.“ Als er ferner gefragt wurde, ob er meine, diese bisher unveröffentlichten Lieder sollten wirklich herauskommen, antwortete Quincy Jones: „ Ich müsste die Lieder zuerst hören. Ich kann dazu nichts sagen, weil ich nicht weiss, was sie vorhaben. Es bleiben immer viele Songs auf der Strecke, wenn man ein Album macht. Um neun Lieder für „Thriller“ zu bekommen, mussten wir 800 anschauen.“

Ferner bemerkte er im Zusammenhang mit Thriller, dem erfolgreichsten Album aller Zeiten: „Keiner wusste, dass es so ein Riesenerfolg würde. Das Einzige, was man sich vornehmen kann, ist ein Album zu machen, das einem Gänsehaut gibt. Fokusgruppen und Befragungen und all diese Scheisse... daran glaube ich nicht. [...] Überall, wo ich hingehe von Shanghai bis Ghana und Peking – sogar in Abudabi, Dubai, Kairo, Monte Carlo oder Rio – hört man Michael Jacksons Musik. Ich bin sehr geehrt und glücklich, mit Michael zusammengearbeitet zu haben.“

Quelle: legendarymichaeljackson.nl

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Re: Quincy Jones über MJ

Beitragvon Remember MJ » 15. Nov 2010, 20:29

Quincy Jones im Interview

Welt am Sonntag: Mr. Jones, von Ihnen stammt der berühmte Ausspruch: "Ich bin jedem Freak in diesem Geschäft begegnet."

Quincy Jones: Das habe ich nie gesagt.

Welt am Sonntag: Doch, erst kürzlich, in einem Interview unmittelbar nach Michael Jacksons Tod.

Jones: Dann habe ich es wohl auf ihn bezogen. Aber nicht auf Frank Sinatra. Frank war wie ein Felsen.

Welt am Sonntag: Interessant: Die meisten berühmten Menschen, obgleich ehrgeizig, behaupten stets, dass der Erfolg nie ihre Antriebsfeder gewesen sei.

Jones: Das ist kein Widerspruch. Gehen wir einmal davon aus, dass der Mensch nach Glück strebt. Schon die Weisen aller Weltreligionen wussten, dass man das Glück im Einklang mit Gott findet - und die Talente, die uns gegeben wurden, Gottesgaben sind. Dass Menschen mit Talent alsdann andere Menschen zu verzaubern imstande sind - das verwundert mich nicht. Nicht wenige Jazzer warfen mir vor, dass ich mich ausverkaufen würde, als ich Michael Jackson zu produzieren begann.

Welt am Sonntag: Und, war es Ausverkauf?

Jones: So ein Quatsch! Wynton Marsalis war der lauteste unter den Kritikern. Dann hat er ein Album mit Willie Nelson aufgenommen. Da lache ich laut! Bei Michael habe ich die DNA des Rhythm 'n' Blues den neuen Zeiten angepasst. Daran ist nichts auszusetzen. Alle waren sich einig, dass er den Zenit seiner Karriere mit dem Ende der Jackson Five erreicht habe. Mein Job war es, all diesen Kritikern das Gegenteil zu beweisen.

Welt am Sonntag: Wie viel brachte Michael Jackson in seine eigenen Songs ein?

Jones: Michael war ein sehr guter Zuhörer. Er hat zwar nur zwei Songs auf seinem ersten Album "Off the Wall" selbst geschrieben. Aber er war während der gesamten Sessions anwesend und hat alles in sich aufgesogen. Er war ein sehr disziplinierter Sänger. Er machte, was ich ihm sagte.

Welt am Sonntag: Wie sahen Anweisungen von Ihnen gegenüber Michael Jackson aus?

Jones: Beispielsweise bat ich ihn, mit der alten Motown-Tradition zu brechen, stets nur hoch zu singen - so singt Stevie Wonder bis heute. Man kann es gut hören auf "Don't Stop Till You Get Enough". Da bat ich Michael, dem hohen Gesang improvisierte, tiefere Gesangslinien entgegenzusetzen. Er wehrte sich erst ein wenig, aber dann probierte er es. Und da sah er dann ein, dass es ein guter Rat war.

Welt am Sonntag: Wie wichtig ist es, bewusst mit Traditionen zu brechen?

Jones: Mit Traditionen zu brechen ist nicht nur spannend. Es hat oft auch etwas sehr Natürliches, Naheliegendes. Dass Michael auf mein Drängen hin zum ersten Mal in einer tieferen Lage sang, bedeutete für ihn vor allem, in der ihm am besten liegenden Stimmlage zu singen.

Welt am Sonntag: Sie waren für Michael Jacksons Welterfolge verantwortlich. Ist man da gut beraten, eine Arbeitsbeziehung auf Distanz zu wahren?

Jones: Sie haben eine vollkommen falsche Vorstellung vom Berufsbild des Produzenten. Es gibt im Musikbusiness kein engeres, kein intimeres Verhältnis als das zwischen einem Sänger und seinem Produzenten. Als Sänger muss man sich in Vertrauen fallen lassen können. Ich nenne es Liebe. Und ich habe nicht ein einziges Mal in meinem Leben mit Sängern gearbeitet, die ich nicht geliebt habe. Es kann auch sonst gar nicht funktionieren. Stellen Sie sich vor, was passiert wäre, wenn Michael nach seiner Karriere mit den Jackson Five an einen Produzenten geraten wäre, der ihn nicht geliebt hätte! Nur Michaels Vertrauen in mich ist es zu verdanken, dass er zu Beginn seiner Solokarriere volles Risiko gegangen ist.

Welt am Sonntag: Die Verantwortung für seine Karriere lag bei Ihnen?

Jones: Natürlich! Aber anders als Angst ist Liebe ein guter Ratgeber: Jeder Vorschlag, der von mir kam, wie radikal auch immer, diente stets nur dem einen Ziel, sein Album noch besser zu machen, als es uns unter normalen Umständen möglich gewesen wäre. Nicht umsonst bezeichne ich die Musikstudios übrigens als Kathedralen - als heilige, geweihte Orte. Und aus genau diesem Grunde habe ich auch kein Tonstudio zu Hause. Ich will keine Gitarristen in Unterwäsche um drei Uhr morgens im Studio sehen. Nicht an einem heiligen Ort.

Welt am Sonntag: Was macht ein Musikstudio zu einem so besonderen Ort?

Jones: Es entsteht dort Musik, die im Idealfall die Welt verändern kann. An eine solche Aufgabe muss man mit vollem Ernst gehen. Und jeder, der behauptet, eine Platte produzieren zu können, die Dutzende von Millionen Einheiten verkaufen wird, der lügt. Den Erfolg kann man nicht planen. Man kann lediglich mit einer ebenso ernsthaften wie von Liebe geprägten Produktion ein Album aufnehmen, das einem möglichen Welterfolg nicht im Weg steht.

Welt am Sonntag: Haben auch Sie etwas von Michael Jackson gelernt?

Jones: Nein. Darum ging es auch gar nicht. Mein Job war unmissverständlich einseitig ausgerichtet.

Das ganze Interview kann man bei Welt.de lesen.
Hier der Link dazu: http://www.welt.de/print/wams/kultur/article10919994/Michael-Jackson-machte-was-ich-ihm-sagte.html
Quelle Welt.de & JAM-FC
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Re: Quincy Jones über MJ

Beitragvon ghosts » 1. Jan 2011, 19:02

Bei Quincy weiss ich nicht was ich von ihm halten soll
Er hat sich öffentlich nach Mikes Tod über ihn nicht gerade sehr liebevoll geäussert
Vielleicht ist er noch nachtragend weil er damals die Arbeit mit ihm beendet hatte.

Mir gefällt das Dangerous Album übrigens sehr gut- Besser als Thriller

Lg .Ghosts
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