Viele Wege führen zum Oscar


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Viele Wege führen zum Oscar

Beitragvon Gabi-Maus » 18. Feb 2015, 21:55

Viele Wege führen zum Oscar

Und der Oscar geht an ... Michael Jackson. Der 2009 verstorbene Popstar war tatsächlich Besitzer einer Oscar- Trophäe, allerdings auf Umwegen und für sehr viel Geld.

Los Angeles - Und der Oscar geht an ... Michael Jackson. Der 2009 verstorbene Popstar war tatsächlich Besitzer einer Oscar- Trophäe, allerdings auf Umwegen und für sehr viel Geld.

1999 hatte der Sänger für über 1,5 Millionen Dollar den begehrten Goldjungen aus dem Jahr 1939 für das prämierte Südstaaten-Drama "Vom Winde verweht" ersteigert. Es ist mit Abstand der höchste Preis, der jemals öffentlich für eine Oscar-Statue geboten wurde.

Extrem, ja, aber nicht weiter verwunderlich, meint der Auktions-Experte Darren Julien von Julien's Auctions in Beverly Hills. "Für Sammler ist der Oscar die ultimative Hollywood- Trophäe, das ist der "Monet" unter den Preisen". Vor allem aus Asien und Russland bekomme er viele Anfragen nach käuflichen Oscars, erzählt Julien.

Viel billiger, aber eben sehr schwer ist der "normale" Weg zum Oscar. Am Sonntag werden ein paar Dutzend Filmschaffende in den erlauchten Gold-Club aufsteigen. Seit der ersten Oscar-Verleihung im Jahr 1929 sind nach Angaben der Film-Akademie nur knapp 3000 Statuen ausgehändigt worden. Die 35 Zentimeter große, vier Kilogramm schwere und mit Gold überzogene Figur - sie gleicht einem Ritter, der auf einer Filmspule steht und sich auf ein Schwert stützt - ist eben die begehrteste Filmtrophäe der Welt. Sie soll nicht käuflich sein, man muss sie sich verdienen, meinen die Organisatoren.

Entsprechend strikt sind die Regeln. Seit 1950 sichert sich der Verband von allen Oscar-Gewinnern vertraglich das Recht zu, die Statuen für einen symbolischen Preis von einem Dollar zu erwerben, falls die Gewinner ihre Trophäe in bare Münze umsetzen wollen. Dieser Knebelvertrag gilt auch für die Erben.

Damit wird jede Oscar-Auktion zur Besonderheit. 2012 kamen gleich 15 Goldjungen für insgesamt mehr als drei Millionen Dollar unter den Hammer - alle aus Jahren vor 1950. Der mit Abstand teuerste Oscar war der von Herman J. Mankiewicz für das Drehbuch von "Citizen Kane", der für umgerechnet 440 000 Euro wegging.

2001 ersteigerte Oscar-Preisträger Steven Spielberg den 1938 für "Jezebel" gewonnenen Oscar von Hollywood-Ikone Bette Davis. Er zahlte 578 000 Dollar und schenkte die Statue umgehend der Academy. Damit "rettete" Spielberg bereits zum zweiten Mal einen Oscar vor einer weiteren kommerziellen Ausnutzung. 1996 hatte der Regisseur die Oscar-Trophäe von Clark Gable für den Film "Es geschah in einer Nacht" für über 600 000 Dollar ersteigert und der Filmakademie vermacht.

Natürlich gibt es einen Schwarzmarkt für die goldglänzende Ware, sagt Darren Julien. Immer wieder verschwinden Oscars. Etwa 1989, bei einem Einbruch im Haus der Schauspielerin Olympia Dukakis. Ihr Oscar für "Moonstruck" sei das Einzige gewesen, was abhandenkam, berichteten US-Medien. Gleich 55 Statuen verschwanden im März 2000 auf dem Weg vom Hersteller in Chicago nach Los Angeles von der Laderampe einer Speditionsfirma. Die meisten wurden Tage später in Kisten neben einem Müllcontainer entdeckt, nur zwei tauchten nicht mehr auf.

In den Souvenirshops am Hollywood Boulevard kommt man legal und vor allem billig zu einem "Oscar", etwa in den Sparten "Bester Ehemann" oder "Beste Freundin". "Die sind natürlich aus Plastik und viel leichter als ein echter Oscar", meint Gregg Donovan über die Billigware in den Regalen. Die Scherzartikel gibt es schon ab zehn Dollar. Der 55-Jährige, der als "Botschafter von Hollywood" mit rotem Frack und schwarzem Zylinder durch das Viertel flaniert, posiert für Fotos und schäkert mit Touristen.

"Den habe ich verdient", strahlt Margarete O'Malley über ihre Trophäe als "Beste Tante". Die Urlauberin aus Pittsburgh hat sie von ihrer Nichte in Hollywood bekommen. "Ich fühle mich wie ein Gewinner", witzelt sie am Rande des Hollywood Boulevards. Bis Sonntag wird hier für den Aufmarsch der Stars der rote Teppich verlegt.

Nur wenige werden die Show als Gewinner verlassen. Wer am Ende keinen richtigen Oscar bekommt, der kann sich zumindest mit einer Schokoladen-Kreation von Promi-Koch Wolfgang Puck trösten. Zum 21. Mal verköstigt der gebürtige Österreicher beim "Governors Ball" nach der Show die Gäste. Traditionell bestäubt er 5000 Schoko-Oscars mit essbarem Gold.

Nachzulesen hier: http://www.stern.de/kultur/film/viele-w ... 74393.html
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