Propofol


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 613

Propofol

Beitragvon ghosts » 6. Mär 2011, 15:19

Trauer und Bestürzung unter Österreichs Ärzten nach dem Drogen-Tod eines Anästhesisten. Eine Sex-Narkose kostete ihm das Leben.

Der Tod Michael Jacksons machte das Narkosemittel „Propofol“ erstmals in der Öffentlichkeit bekannt. Der Popstar ließ sich das Medikament gegen seine Schlaflosigkeit spritzen und starb.
Was kaum jemand wusste: „Propoferol“ ist auch ein Sex-Mittel. Und: Anästhesist Wilfried W. (Name von der Red. geändert) ist Österreichs erstes Opfer. Wie berichtet, war der Arzt (59) nach einem Schäferstündchen mit seiner 26-jährigen Lebensgefährtin am 16. Februar nicht mehr aufgewacht. Der Mann hatte sich – wie schon so oft – vor der Liebesnacht mit der Krankenschwester „Propofol“ injiziert, um den besonderen Kick zu bekommen. „Mögliche Motive für einen Missbrauch sind sexuelle Illusionen und Stimulation während des Erwachens“, heißt es in einer Studie des Instituts für Rechtsmedizin Hamburg zu Todesfällen in Zusammenhang mit dem Präparat. Wilfried W. muss nach der Verabreichung innerhalb einer Minute eingeschlafen sein.

Zwei Anwendungen können tödlich enden
Zehn Minuten wäre er im Normalfall weggetreten gewesen – dann, so der Plan – extrem erregt an der Seite seiner Freundin erwacht, bereit zum Liebesspiel. Doch die Atmung des 59-Jährigen hatte ausgesetzt, auch der Notarzt konnte den Kollegen nicht mehr ins Leben zurückholen.
Todesfälle in Zusammenhang mit „Propofol“-Missbrauch sind laut der deutschen Studie extrem selten, können aber vorkommen. Und zwar, wenn das Narkosemittel viel zu schnell gespritzt, oder viel zu viel injiziert wird. Das ist aber allein nicht möglich. Denn laut Experten schläft man bereits nach der Verabreichung einer Ampulle blitzschnell ein. Diese Dosis ist aber nicht letal, daher kann der Tod nur eintreten, wenn jemand zur Hand geht und dem Ohnmächtigen noch mehr spritzt. Zu diesem Verdacht wird die Krankenschwester noch Rede und Antwort stehen müssen.

Weiters:
Der Missbrauch des Narkosemittels Propofol als Entspannungsdroge, euphorisierendes Mittel und manchmal auch zur sexuellen Stimulanz führt in Medizinerkreisen nach dem Tod eines Kollegen zu Diskussionen: War der Grazer Arzt nur ein Einzelfall? Oder kommt die missbräuchliche Verwendung von Propofol öfter vor?

Tatsache ist: Niemand kommt leichter an das Mittel als Ärzte. Propofol fällt nicht unter das Suchtmittelgesetz, der Bezug in der Apotheke ist nicht so streng rezeptpflichtig, dass eine namentliche Registrierung erfolgt. Jeder Zahnarzt könnte sich also das Narkosemittel selbst verschreiben. Es macht binnen Sekunden locker.

Ärzteumfragen
Auf internationalen Medizinerkongressen wird nebenbei oft abgefragt, ob Abhängigkeitsprobleme von psychotropen Substanzen wie Propofol bekannt seien. Den erzielten Höchstwert von 60 Prozent relativiert der Chef der Grazer Klinik für Psychiatrie, Hans-Peter Kapfhammer. "Daraus ist nicht massenhaft Missbrauch abzuleiten. Diese Zahl sagt nur aus, dass Ärzte mit der Problematik schon einmal in irgendeiner Weise konfrontiert waren." Seriöse Daten über die missbräuchliche Verwendung gebe es keine. "Aber zu verharmlosen ist das Problem nicht."

Apothekenvorrat
Dass der illegale Konsum von psychotropen Stoffen kein unbekanntes Phänomen im Gesundheitswesen ist, wird auch von der Grazer Klinikleitung bestätigt. Der Chef der steirischen Apothekenkammer, Gerhard Kobinger, versucht zu beruhigen: Propofol sei nur in solchen Apotheken lagernd, in deren Umfeld es etwa eine chirurgische Praxis gibt, die das Mittel für kleinere Eingriffe öfter bezieht. "Ich bin seit 26 Jahren tätig und habe null Erfahrung mit einem Missbrauch." Das Mystery-Shopping eines Grazer Mediziners ergab freilich ein anderes Bild: Propofol war demnach fast überall erhältlich.

Wenn sich jemand aus Spitalsapotheken kleine Mengen abzweige, würde das bei den dort lagernden Mengen niemandem auffallen, sagt Österreichs Ober-Apotheker Heinrich Burggass

Lg ghosts
Benutzeravatar
ghosts
 
Beiträge: 210
Registriert: 12.2010
Geschlecht: weiblich

Re: Propofol

Beitragvon ghosts » 6. Mär 2011, 17:21

Sorry habe die Quelle vergessen
kurier und öe24
Benutzeravatar
ghosts
 
Beiträge: 210
Registriert: 12.2010
Geschlecht: weiblich

Re: Propofol

Beitragvon Michaela1903 » 6. Mär 2011, 19:40

... interessanter Bericht ghosts, muß sich erst mal bei mir legen

danke Dir, LG Dagi
Benutzeravatar
Michaela1903
 
Beiträge: 753
Registriert: 06.2010
Wohnort: Neverland
Geschlecht: weiblich

Re: Propofol

Beitragvon Blanket » 10. Mär 2011, 23:26

Danke liebe Ghosts für's posten :blustrau:
...habe kürzlich auch einen Beitrag über Propofol im Schweizer Fernsehen gesehen. Es ist kürzlich auch Jemand daran verstorben...
...und es wurde auch berichtet, dass es sich danach sehr stimmulierend und erotisch anfühlen könne....

Aber eben...

GLG
Blanket
Bild
Benutzeravatar
Blanket
 
Beiträge: 2190
Registriert: 06.2010
Wohnort: Neverland
Geschlecht: weiblich

Re: Propofol

Beitragvon Remember MJ » 28. Mär 2011, 15:34

Habe auch noch etwas interessantes gefunden:

Todesfälle bei Darmspiegelungen durch Propofol
Jedes Jahr sterben bis zu 180 Menschen in Deutschland während einer Darmspiegelung an den Folgen der Vergabe des Narkosemittels Propofol. Das ergab eine Auswertung der Medizinischen Hochschule in Hannover (MHH).

Vielfach wünschen Patienten bei einer unangenehmen Darmspiegelung eine starke Sedierung, um von der Untersuchung nichts zu spüren. Bei einer entsprechenden Dosierung wird die bewusste Wahrnehmung quasi ausgeschaltet. Der Patient kann sich nach dem Eingriff nicht mehr an die Spiegelung erinnern. Während der Untersuchung befindet sich der Patient in einer Art Trance-Zustand und kann den Anweisungen der Ärzte Folgeleisten. Häufig eingesetzt wird dabei das Narkosemittel Propofol. Laut einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) kommt es jedoch hierbei immer wieder zu unerwünschten Nebenwirkungen, die teilweise bis zum Tode des Patienten führen. Laut der Studienergebnisse verursacht Propofol bei Magen-Darmspiegelungen mehrere Todesfälle pro Jahr. Von 10.000 durchgeführten Untersuchungen mittels Propofol sterben etwa 3 Patienten pro Jahr. Rechnet man die Gesamtzahl zusammen, ergibt sich eine jährliche Todesrate von etwa 180 Patienten.

Nebenwirkungen von Propofol
Als mögliche Nebenwirkungen des Mittels können plötzlicher Blutdruckabfall (durch verminderten peripheren Gefäßwiderstand), Muskelkrämpfe sowie eine verlangsamte Atmung auftreten. Beobachtet wurden auch Erregungsphänomene sowie allergische Reaktionen. Einige Patienten berichten von sogenannten „Bad Trips“, bei denen schlechte Träume im Nachhinein als „real erlebt“ dargestellt werden. In sehr seltenen Fällen und bei einer längeren Anwendungsdauer kann es zu schweren Stoffwechselentgleisungen mit Störungen des Herz-Kreislauf-System kommen. Mediziner berichten auch über einen möglichen Muskelkrämpfe und dem sogenannten „Propofol-Infusionssyndrom (PRIS)“.

Gegenüber dem Nachrichtenmagazin „FOCUS“ erklärte der Anästhesist und medizinische Gutachter Dr. med. Uwe Schulte-Sasse, dass Propofol in einigen Fällen zur Bewusstlosigkeit des Patienten führe. Dabei wäre die Anwesenheit eines zweiten Arztes unabdingbar. Die Magen-Darmspiegelungen muss in solchen Fällen abgebrochen und der Patient stabilisiert werden.

Das Narkosemittel ist in der Öffentlichkeit immer wieder Thema, da zum Beispiel der Pop-Star Michael Jackson an einer Überdosis des Mittels verstarb. Der Leibarzt Jacksons hatten das Narkosemittel verabreicht, um Schlafstörungen zu mindern. Die umstrittene Ärztin Mechthild Bach suizierte sich mittels einer Überdosierung. Das Mittel ist nur für den klinischen Gebrauch zugelassen.
Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/todesfaelle-bei-darmspiegelungen-durch-propofol-587.php
Bild
Benutzeravatar
Remember MJ
Forum Admin
Forum Admin||
 
Beiträge: 5923
Registriert: 06.2010
Wohnort: Neverland
Geschlecht: weiblich

Re: Propofol

Beitragvon crying » 28. Mär 2011, 15:56

:geist: Ich bin schockiert, das habe ich ja noch nie gehört, dass das für irgendwelche Erotik missbraucht werden kann. Ich kann's gar nicht fassen.
Bild
Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume. Ich leb’ in euch und geh’ durch eure Träume.
Michelangelo
crying
 
Beiträge: 13
Registriert: 02.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Propofol

Beitragvon Remember MJ » 28. Mär 2011, 16:05

crying hat geschrieben: :geist: Ich bin schockiert, das habe ich ja noch nie gehört, dass das für irgendwelche Erotik missbraucht werden kann. Ich kann's gar nicht fassen.


Oh ja Crying....
es gibt schon kranke Hirne sag ich Dir !!!!

kopfschüttelnde Grüße
RMJ
Bild
Benutzeravatar
Remember MJ
Forum Admin
Forum Admin||
 
Beiträge: 5923
Registriert: 06.2010
Wohnort: Neverland
Geschlecht: weiblich


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Beteilige Dich mit einer Spende
web tracker